Elisabeths Blog

Mittwoch, 7. April 2010
 
Heute schreiben wir den 7. April. Es sind über 10 Tage vergangen seit unserer Rückkehr aus Braga, Portugal.
Ich habe heute mit Dani telefoniert wegen der Abschlussfeier. Ich habe kurz nach der Ankunft gesagt, dass ich noch einen Schlussbericht machen möchte. Aber hoppla, die Entspannung kommt, ich liege mit mittelschwerer Grippe im Bett und die folgenden Tage ohne grosse Energie, aber der Job im Geschäft und zu Hause ruft. Das ergibt im Normalfall 150 % Job, aber es macht eigentlich Spass. Bin auch froh, nur noch Manager für 3 Mädels zu sein von 16, 19 und 22 Jahren, bin froh die Probleme, sprich Aufgaben, sind anders gelagert.
Zurück zu unserem WM-Experiment, oder sagen wir, unseren 14 Jugendlichen die Chance zu geben, sich zu profilieren in der Handballwelt: Aus Sicht einer Mutter und Betreuerin der Mädchen kann ich sagen, dass der tägliche Einsatz vor, während und nach dem Spiel von jedem Einzelnen bravourös geleistet wurde. Die Schwachen wurden unterstützt, die Verletzten motiviert und die Starken gelobt.
Ich habe versucht, nebst vielen Kleinigkeiten , dass die Girls die vereinbarten Richtlinien einhalten. Das gelang mir, uns, leider nicht ganz, 14 verschiedene Charakter prallen in einem fremden Land auf 26 verschiedene Nationen, es gibt mir heute noch zu denken. Ich sehe Nachrichten von irgend einem Land, das teilgenommen hat. An der offiziellen Begrüssung in Frick, wo ich alle unsere Spielerinnen wieder gesehen habe, kommen die einen fröhlich auf mich zu, andere weichen mir aus. Ich finde es äusserst spannend, da ich die Menschen sowieso sehr gerne beobachte, lieber als manchmal viele Worte zu machen.
Die grösste Bewunderung schenke ich aber Dani, wie er dieses Team geleitet hat, motiviert, angefeuert, korrigiert, beruhigt und wieder aufgemuntert. Wie sagt man so schön: "Chapeau Dani"!!
Bruno hat unser Land als Delegierter ehrenvoll vertreten, die Gegner beobachtet, uns beraten und als Ersatztrainer tatkräftig mitgeholfen.
Ich möchte diese Tage nicht missen, ich möchte mich bei Patrick Richner und meiner Tochter Alexandra bedanken, die es mir ermöglichten, mitzugehen um zu helfen und viele neue Lebenserfahrungen zu sammeln (denn eines war von Anfang an klar, ohne ein Ja von unserer Tochter hätte ich mich nicht angemeldet).
Den Girls möchte ich danken für die meist positive Aufnahme unserer Gespräche und hoffe, dass alle gestärkt aus diesem Erlebnis weitergehen. Den Eltern danke ich für das Vertrauen, das sie uns während dieser Zeit geschenkt haben.
 
Donnerstag, 18. März 2010
 
Nach geglückter Landung bei viel Nebel, 3 Tagen Portugalluft, 1 Training und 2 Spielen versuche auch ich einen kleinen Rückblick zu starten. Dank unseren 2 SuperTrainern (Sorry 1 Delegierter und 1 Trainer) kämpfen unsere Ladys was das Zeug hält.
Beim Frühstück wird kräftig zugegriffen, mann weiss ja nie was noch auf den Teller kommt in der Mensa. Aber halb so schlimm, irgendetwas hat jedes gern, auch wenn es nur das Brot, Dessert oder die Früchte sind.
Da wir heute einen freien Abend zur Verfügung bekamen, Kultur wurde leider abgesagt, belohnten wir uns alle mit 1 Glace oder Kaffee. Dann gings wieder zu Fuss ins Hotel. Wer hat uns geschrieben, die Fotos anschauen, E-Mail schreiben, Massieren, Salben, die schmutzigen Kleider in Ordnung bringen, Flicken, Nachtruhe verordnen, denn morgen gibt es um 7.30 Uhr Frühstück. Es macht Spass ehrlich, denn jedes gibt sein Bestes.